LST & ScroG im kleinen Zelt – maximaler Ertrag ohne Stress (60×60 & 80×80)
Growlinger · Grow Smarter, Not Harder
LST & ScroG Guide
60×60 & 80×80 Zelte

LST & ScroG im kleinen Zelt – maximaler Ertrag ohne Stress (60×60 & 80×80)

Dein Zelt ist klein – aber dein Ertrag muss es nicht sein. Mit sauberem Low-Stress-Training (LST) und einem strukturierten ScroG-Netz verwandelst du einen einzigen Haupttrieb in eine gleichmäßige Lichtfläche. Ergebnis: dichtere Buds, weniger Fluff, bessere Klima-Kontrolle im 60×60 oder 80×80.

Hinweis (DACH)

Dieser Guide richtet sich an Leser:innen in legalen Umgebungen. Prüfe die geltenden Gesetze in deinem Land und Bundesland. Keine Rechtsberatung, keine Aufforderung zum Anbau oder Konsum.

Warum LST & ScroG im Mini-Zelt unschlagbar sind

Im 60×60 oder 80×80 zählt jeder Zentimeter. Statt hohe „Tannenbäume“ zu ziehen, die oben verbrennen und unten fluffen, nutzt du mit LST & ScroG die komplette Grundfläche.

  • Homogene PPFD: Licht trifft flach und gleichmäßig – keine Hotspots am Kolben, keine Schatten in den Ecken.
  • Klima im Griff: Ein flaches Dach lässt sich besser belüften, Luft schneidet sauber über das Blätterdach.
  • Effizienz: 1–2 Pflanzen füllen 60×60 oder 80×80 komplett – weniger Gießstress, mehr Kontrolle.

Prinzip Wir lenken Wachstum, statt hart zu „brechen“. LST = Biegen & Fixieren, ScroG = horizontales Netz zur Flächenführung.

Setups & Sorten, die perfekt passen

Genetik & Topfwahl

  • Autos (anfängerfreundlich): z. B. Zkittlez Auto, Gorilla Glue Auto, Lemon Pie Auto – wenig Drama, reagieren gut auf sanftes LST.
  • Photos (volle Kontrolle): z. B. Blue Dream, Critical, Gelato-Hybriden – Stretch steuerbar, ideal für tiefen ScroG.
  • Topfgrößen: 9–11 L Autos · 11–15 L Photos (Textil-/Airpots, Perlite 20–30 %).

Wichtig: Wähle lieber 1–2 starke Pflanzen statt viele kleine – ScroG lebt von Struktur, nicht von Masse.

Werkzeug & Timing

  • Biegedraht/Soft-Ties, Pflanzenklammern, Gartendraht, scharfe Schere.
  • ScroG-Netz (Maschen 5–7 cm), Netz-Höhe etwa 20–25 cm über Topf.
  • IR-Thermometer (Blatt-Temp), Hygrometer, Clipfans für sanfte Umluft.

Timing LST startet, wenn 4–5 Nodien da sind. ScroG-Netz einziehen, sobald Seitentriebe 10–15 cm erreichen.

Autos nicht toppen. Sanft biegen & selektiv auslichten reicht – Timing ist alles.

Schritt-für-Schritt: LST in der Vegi (ohne Stress)

  1. Fixpunkt setzen: Soft-Tie / Draht am Topfrand auf „7–9 Uhr“ fixieren.
  2. Haupttrieb biegen: vorsichtig in Richtung „3 Uhr“ herunterziehen, nie knicken. Ziel: nahezu waagerecht.
  3. Seitentriebe befreien: Große Fächerblätter, die Licht blocken, nur selektiv entfernen (1–2 pro Sitzung).
  4. Symmetrie bauen: Neue Seitentriebe in freie Sektoren lenken (12, 2, 4, 8, 10 Uhr).
  5. Nachstellen: Alle 2–3 Tage sanft nachziehen; zu steile Triebe leicht herunter.
Topf-Ansicht (oben):

          12
     10        2
  9       ◯       3
     8         4
          6

◯ = Stammfuß. Soft-Ties führen Triebe in freie Sektoren.
          

Zielbild Nach 10–14 Tagen LST: 4–6 gleichwertige Haupt-Colas statt einer dominanten Spitze.

ScroG richtig aufbauen – flaches, lichtstarkes Dach

  1. Netz einziehen: 20–25 cm über der Topfoberkante (60×60: 1 Netz, 80×80: 1–2 Netze).
  2. Triebe „weaven“: Jeden Trieb unter dem Netz in die nächste freie Masche führen, bis die Fläche voll wirkt.
  3. Defoliation (leicht): Unter dem Netz alles entfernen, was dauerhaft im Schatten steht („Lollipop“).
  4. Stretch managen: In den ersten 10–14 Blütetagen täglich umhängen, damit die Krone flach bleibt.
Seitenansicht:

LED
│
│        ───────────────  ← ScroG-Netz (20–25 cm)
│        ┌─┐┌─┐┌─┐┌─┐
│        │ ││ ││ ││ │   ← Triebe in freie Maschen geführt
└────────┴─┴┴─┴┴─┴┴─┴─── Topfoberkante
          

Wichtig Solange der Stretch läuft, täglich neu flechten. Erst nach dem Stretch die Höhe wirklich fixieren.

Zeitplan (Beispiel) – Auto vs. Photo

Richtwerte für einen typischen Run – deine Genetik kann leicht abweichen. Lies immer das Blattbild und die Wuchsdynamik mit.

PhaseAuto (ab Keim)Photo (18/6 → 12/12)
LST StartTag 12–16Woche 2–3 Vegi
ScroG einziehenTag 18–24Woche 3–4 Vegi
Netz füllenTag 24–35Bis ~70–80 % Fläche gefüllt, dann 12/12
Stretch managenTag 35–45Woche 1–2 Blüte
Defoliation (leicht)Tag 40–45Blüte Tag ~21

Notiere in deinem Log, wann du tatsächlich gebogen, geflochten und entlaubt hast – so werden zukünftige Läufe planbarer und du entwickelst deinen eigenen „LST & ScroG Kalender“.

LED, Abstand & PPFD im kleinen ScroG

Richtwerte für LED-Intensität

  • Vegi: PPFD ~350–450, Abstand 40–50 cm, Dimmer 50–60 %.
  • Frühe Blüte: PPFD ~550–650, Abstand 35–45 cm.
  • Peak: PPFD ~650–750, Abstand 30–40 cm (nur bei stabilem Klima).

Flaches ScroG-Dach erlaubt meist eine geringere Höhe bei gleicher Sicherheit – die Homogenität steigt deutlich.

Feintuning

  • Blatttemperatur checken (IR-Thermometer) statt nur Raumluft.
  • PPFD mit DLI-/PPFD-Tool grob einschätzen, falls kein Meter vorhanden.
  • Lieber in 10–15 %-Schritten hochdimmen, Blattreaktion beobachten.

Ergänzend: Growlinger DLI/PPFD-Rechner hilft dir, dein Licht zur Photoperiode passend einzustellen.

Fehlerbilder & schnelle Fixes

ProblemUrsacheFix jetzt
Trieb bricht beim BiegenZu kalt/zu trocken, zu steil gezogenBruchstelle mit Tape schienen, Zug reduzieren, beim nächsten Mal bei wärmerem Klima & leicht feuchtem Gewebe biegen.
„Dom“ statt flachem DachZu früh stehen gelassen, Stretch nicht begleitetTriebe wieder unter das Netz, seitlich in freie Maschen führen, für 7–10 Tage täglich nachstellen.
Schimmelgefahr in später BlüteZu dichtes Blätterdach, rF >55 %, zu wenig LuftbewegungLeicht entlauben, Luftkanäle öffnen, rF auf 45–50 % senken, Umluft sanft erhöhen, ggf. Entfeuchter nutzen.
Unebene Reife (oben fertig, unten fluffig)Unterwuchs zu dicht, zu spät ausgelichtet„Lollipop“ bis 10–15 cm unter Netz, Fokus Licht & Nahrung auf die obere Zone legen.
Verbrennungen an SpitzenPPFD/Abstand zu sportlich, zu schnelle ErhöhungDimmer −10–15 %, Abstand +5–10 cm. Erst Klima und Licht checken, erst danach an Düngung denken.

Wann kein ScroG?

Typische No-Gos

  • Sehr ungleichmäßige Phänotypen mit extremen Höhenunterschieden.
  • Häufiges Umstellen oder Umziehen des Zelts (Netz fixiert die Töpfe).
  • Runs mit extrem kurzer Vegi, z. B. medizinische Zeitläufe – dann nur LST.

ScroG-light als Alternative

Statt festem Netz kannst du auch 4–6 Fixpunkte mit Ties nutzen und die Pflanze wie einen „Low-Bush“ formen. Vorteile:

  • Mehr Flexibilität beim Umstellen.
  • Weniger Aufwand beim Ernten.
  • Trotzdem flachere Krone & bessere Lichtnutzung.

Pflege nach dem Stretch

  • Netz nicht mehr drastisch verändern – große Stressmanöver vermeiden.
  • Unterhalb des Netzes sauber halten (Lollipop), Fokus Nährstoffe auf die Bud-Zone.
  • Geruch & Unterdruck prüfen (AKF frisch, Abluft korrekt dimensioniert).
  • Nur noch feine Korrekturen an Blättern, die einzelne Buds komplett beschatten.

Ab hier gilt: Möglichst konstant fahren – Licht, Klima, Bewässerung und Düngung sind wichtiger als weitere Trainingsexperimente.

Bildidee – LST & ScroG im kleinen Zelt (Top-Down & Seitenansicht)

Top-Down-Ansicht eines 60×60-Zeltes mit einem flachen ScroG-Dach: gleichmäßig verteilte Buds auf Netz-Höhe, sanft gebogene Triebe, LED-Panel darüber in softem Neon-Grün/Teal. Daneben eine kleine Seitenansicht mit Netz-Höhe, Topf, Trieben und LED. Futuristischer, dunkler Hintergrund im Growlinger-Stil.

LST und ScroG im kleinen Zelt mit flachem Blätterdach und gleichmäßig verteilten Buds im 60x60 Growzelt

Bild-Prompt (für KI-Bildgenerator, Englisch)

top down view of a small indoor grow tent 60x60 cm, cannabis canopy trained flat with LST and a SCROG net, evenly spaced tops forming a clean green grid, above a modern LED panel glowing in neon green and teal, side view inset showing pot, SCROG net at 20-25 cm height and LED distance, dark futuristic background, cinematic lighting, ultra detailed, 16:9, Growlinger style

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© Growlinger · Veröffentlicht am 2025-11-26

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