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Grow-Fehler Top 10: Was du dir sparen kannst
Fast jeder macht sie – aber keiner redet gern drüber. Hier die 10 häufigsten Fehler beim Homegrow, wie sie entstehen, und was du konkret dagegen tun kannst.
Merke: Fast alle Fehler lassen sich rückblickend vermeiden. Die meisten passieren aus Routine, Zeitdruck oder weil man es zu gut meint!
1. Zu viel gießen & Staunässe
Symptom: Hängende Blätter, gelbliche Unterseiten, Topf ständig nass, manchmal Trauermücken.
Ursache: Nach Kalender gegossen, nicht nach Gefühl.Lösung: Gießen, wenn der Topf leicht ist & Oberfläche 2–3 cm trocken. Erst wieder gießen, wenn nötig!
Praxis: Hebe jeden Topf regelmäßig an, fühle das Gewicht. Lerne „leicht“ vs. „voll“.
2. Zu viel Dünger („Viel hilft viel!“)
Symptom: Verbrannte Blattspitzen, dunkelgrüne Blätter, manchmal fleckig/verkümmert.
Ursache: Volle Herstellerdosis oder zu früh gestartet.Lösung: Mit halber Dosis beginnen, langsam steigern. Düngepausen einlegen, Runoff prüfen.
Check: Im Zweifel lieber zu wenig als zu viel – Mangel heilt sich leichter als toxische Überdüngung.
3. Schlechter/fehlender Geruchsschutz
Symptom: Intensiver Geruch im Raum, Nachbarn wundern sich, AKF nach wenigen Wochen schwach.
Ursache: Billig-Filter, kein Unterdruck, Lüfter zu klein oder falsch montiert.Lösung: AKF immer vor Lüfter (ziehend), Reserve-Kapazität einplanen, Unterdruck sicherstellen (Zeltwände leicht nach innen).
Regel: Lieber zu groß und langsam als zu klein und am Limit.
4. Kein oder zu spätes Umtopfen
Symptom: Wurzeln stehen im Kreis, Wachstum stagniert, Blätter vergilben früh.
Ursache: Direkt im Endtopf gesät, kein Platz für frisches Substrat.Lösung: 1× Umtopfen nach 7–14 Tagen (keine Autos), lockeres Medium, Topfgröße nach Phase.
Bei Autos nur im Zweifel! Photos profitieren immer von Umtopfen, Autos besser direkt in Endtopf.
5. Licht zu nah oder zu schwach
Symptom: Blattkanten rollen (Canoeing), Bleaching, Stretch oder Spargeln.
Ursache: Abstand/Dimmer nicht angepasst, nach Gefühl statt PPFD/Lux.Lösung: Lampen-Guide checken, Lux-App nutzen, lieber Abstand etwas größer und langsam absenken.
Blattfarbe und Haltung lesen: Kompakt, satt, aber nicht „verbrannt“ = sweet spot.
6. Zu hohe Feuchte in später Blüte
Symptom: Schimmel an Buds (Botrytis), muffiger Geruch, matschige Stellen.
Ursache: Zu wenig Umluft, hohe rF (>60 %) nach Woche 6, zu dichtes Blätterdach.Lösung: rF ab Woche 6/7 gezielt senken, Buds und Blätter vorsichtig entlauben, Umluft direkt an Buds.
Checke täglich: Auch optisch unauffällige Stellen können von innen faul sein.
7. Kein Klima-Log, keine Dokumentation
Symptom: Fehler werden erst erkannt, wenn es zu spät ist („War der EC gestern schon so hoch?“).
Ursache: Keine regelmäßigen Notizen, nur „Gefühl“ statt Werte.Lösung: Mindestens 1× pro Woche notieren: Temp, rF, pH/EC, Gießmengen, Auffälligkeiten.
Ein einfaches Logbuch/Excel oder App (Notion, Google Sheets) reicht völlig!
8. Zu viele Pflanzen, zu kleines Zelt
Symptom: Licht kommt nicht unten an, Buds wachsen ineinander, Schimmelgefahr steigt.
Ursache: 3–4 Pflanzen in 60×60 statt 1–2, oder volle Seedpacks „weil Platz ist“.Lösung: Weniger ist mehr: 1–2 Autos in 60×60, 2–3 in 80×80, sauber führen, Lücken nutzen.
Praxis: Weniger Pflanzen = bessere Kontrolle, größere Einzelbuds, weniger Stress beim Gießen.
9. Hygiene vernachlässigt – Schädlinge, Pilze & Co.
Symptom: Thripse, Spinnmilben, Gnat, Mehltau schon nach 3–4 Wochen sichtbar.
Ursache: Schuhe/Kleidung nicht gewechselt, Werkzeug ungesäubert, Quarantäne ignoriert.Lösung: Growraum sauber halten, Sticky Cards, Werkzeuge vor/nach Gebrauch desinfizieren, neue Pflanzen separat halten.
Lieber 2 min länger putzen, als 2 Wochen behandeln.
10. Zu frühe/zu späte Ernte
Symptom: Zu grün, zu wenig Potenz, zu „heuig“ oder schon erste Schimmelstellen.
Ursache: Nach Kalender geerntet statt nach Trichomen, Ernteschwelle verpasst.Lösung: Trichome-Check mit Lupe: milchig mit vereinzelten bernstein = sweet spot; lieber ein paar Tage länger als zu früh!
Nicht unter Zeitdruck setzen – Geduld zahlt sich bei der Ernte immer aus.
Bonus: 5 Quick-Wins gegen die häufigsten Fehler
- ✔ Gieße nach Gefühl, nicht nach Uhr.
- ✔ Starte jede neue Nährlösung mit 50 % der Herstellerempfehlung.
- ✔ Regelmäßige Logbucheinträge (Datum, Klima, Aktion).
- ✔ Hygiene & Sauberkeit immer mitdenken!
- ✔ Fragen, bevor du rätst – lieber eine Community mehr befragen als zu viel selbst experimentieren.
Checkliste: Fehlerprävention für jeden Grow
- Equipment-Check vor jedem Run (Lüfter, AKF, Licht, Timer, Thermo/Hygro)
- 1–2 Trockenübungen mit Gießkanne – wie fühlt sich „richtig nass/richtig trocken“ an?
- Mindestens 1× pro Woche Klima & Gießmengen notieren
- Weniger ist mehr – lieber kleine, saubere Runs als Chaos im Mini-Dschungel
- Vor der Ernte: Trichome-Lupe bereithalten, Trocknungsraum klarmachen!
FAQ: Häufige Fragen zu Fehlern & Lösungen
Muss ich wirklich jede Woche loggen?
Nein, aber je häufiger du notierst, desto schneller erkennst du Muster und kannst gegensteuern.
Was tun bei Schimmel?
Befallene Stellen großzügig entfernen, Klima sofort anpassen (rF senken, Umluft erhöhen), Hygiene verschärfen.
Was mache ich, wenn der EC zu hoch ist?
Mit viel Wasser spülen („Flush“), dann mit reduzierter Nährlösung weiter. Runoff prüfen!
Wie kann ich Stress am schnellsten erkennen?
Blätter lesen! Hängende, eingerollte oder fleckige Blätter = Stress. Ursachen: Gießen, Klima, Licht, Nährstoffe – immer nacheinander prüfen.
Lohnt sich ein Grow-Log auch für erfahrene Grower?
Ja! Die besten Runs kommen meist von denen, die jeden Schritt kurz notieren.
© Growlinger · Veröffentlicht am 2025-11-20